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luxuriöses Gleichgewicht
Opposition
Autobiografisches
luxuriöses Gleichgewicht
Opposition
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Nachdem Eugenio Barba bei Jerzy Grotowski war, gründet er das
Odin Theatret in Dänemark. Seit Beginn der achtziger Jahre beschäftigt sich Barba mit universellen Gesetzmäßigkeiten
in interkulturellen performing arts Traditionen. Barba gründete die "Internationale Schule der
Theateranthropologie", die regelmäßige Treffen abhält.
Drei Thesen sind von ihm formuliert worden die zeigen, welche Prinzipien unterschiedliche
performing arts Traditionen miteinander verbindet.
- These eins besagt, dass eine Veränderung des Gleichgewichts existiert. In der Aufführungssituation verändern
Darsteller das Gleichgewicht von einem "alltäglichem" zu einem "luxuriösen" Gleichgewicht.
- Die zweite These ist das Gesetz der Opposition. Unterschiedliche Phänomene werden unter dieser These
zusammengefasst. Es ist das so genannte Prinzip der Negation. Bevor eine Bewegung in eine Richtung ausgeführt wird
holt man in die entgegen gesetzte Richtung Schwung. (Beispiel: Bevor man springt, beugt man die Knie).
Das zweite Beispiel stammt aus dem japanischen. Ein Teil des Körpers führt die Bewegung in eine Richtung aus,
der andere Teil des Körpers setzt eine Kraft entgegen.
Barba spricht von einem Theater des dritten Wegs. Es ist weder Staatstheater noch ein Theater der Avantgarde.
Bei meiner persönlichen Suche nach einer Theatervorstellung, faszinierte mich Barba, weil er ein freies Theater
entwickelt hat, das seine Ursprünge und Wurzeln gefunden hat. Zu Beginn meines theaterwissenschaftlichen Studiums
analysierte ich Barbas Thesen. Zur Verdeutlichung erwähne ich Beispiele aus meiner theatralen Praxis.
Professor Kutty unterrichtete drei Monat an der JLU Giessen. Er lehrte uns die Basis Fußstellungen des Kathakalis.
Während man in einem breiten Schritt steht, verlagert man das Gewicht auf die Außenkanten der Füße. Daraus ergibt
sich ein gewölbtes Fußbett, dass mit zusätzlicher Muskelanspannung aufrecht erhalten wird. Ein Gleichgewicht wird
benutzt, das luxuriöse ist und nicht in den Zuammenhang von Alltäglichkeit passt.
Es gibt vielfältige Übungen zum Gesetz der Opposition. Eine davon ist die Übung mit einem imaginären Hund,
der an einer Leine zieht. Man hält mit seinem Körper, der imaginären nach vorne strebenden Kraft entgegen.
Das Erlernen des Gesetzes der Opposition verhilft zu einer körperlichen Platizität des Schauspielers auf der Bühne.
Regelmäßiges Körpertraining ist dazu da, in Übungen Gesetzmäßigkeiten zu erlernen.
Durch die Ausführung der Übungen werden die Gesetzmäßigkeiten dem Körper gelehrt und sind
in der Aufführungssituation abrufbar.
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